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Genug zu essen, Kleidung, ein Dach über dem Kopf – selbstverständlich?

Nicht für alle Menschen. Aus Liebe und Dankbarkeit den Mitmenschen gegenüber, organisiert die Anthony Robbins Foundation (www.anthonyrobbinsfoundation.org) jedes Jahr an Thanksgiving Hilfe für sozial Benachteiligte. Tausende freiwillige auf der ganzen Welt schließen sich jedes Jahr an. So kommen inzwischen 2 Millionen Körbe mit Nahrungsmitteln jährlich zusammen. Und dieses Jahr haben sich auch erstmals in Deutschland zwei ein Herz gefasst und mitgemacht.

Aviva Grinfeld und Sari Saleh erzählen von ihrem kleinen Abenteuer:

„Ich bin stolz zu berichten, dass die ersten beiden Körbe in Berlin (Deutschland) ausgeliefert wurden, von mir selbst und Sari Saleh.

basket-brigadeDa mein Name auf der Liste der Koordinatoren stand, wurde ich eine Woche vor Thanksgiving gleichzeitig von mehreren Menschen aus verschiedenen Teilen Deutschlands kontaktiert. Ich hatte schon fast vergessen, dass ich meinen Namen auf diese Liste gesetzt hatte, aber jetzt fühlte ich mich verpflichtet etwas zu organisieren.

Der Weckruf kam zu spät um etwas auf nationaler Ebene zu organisieren, also entschieden wir uns, dass jeder einen Teil in seiner Stadt beitragen würde. Die einzige Person, die ich kannte, die möglicherweise daran interessiert war in Berlin mitzumachen, war ein Mann mit dem Namen Sari, der mir Anfang des Jahres eine Mail schrieb, weil auch er dachte, dass ich der Koordinator sei.

Wenn es erstmal Menschen gibt, die glauben, dass du der Koordinator bist, hast du keine Wahl mehr als  einer zu werden ;-)

Wir trafen uns ein paar Tage vor Thanksgiving, unterhielten uns kurz und entschieden zu versuchen ein paar mehr Menschen zu finden, die mitmachen würden. Wenn wir niemand finden würden, würden wir es alleine machen. Natürlich konnten wir so kurzfristig niemand mehr finden, also schauten wir auf die Seite http://www.anthonyrobbinsfoundation.org/basketbrigade/results_form.php, druckten die Einkaufsliste aus und fanden Organisationen im Netz, die wir besuchen konnten.

Wir konnten die Körbe am Donnerstag nicht ausliefern, da wir beide lang arbeiten mussten, also dachten wir uns, da Thanksgiving in Deutschland nicht so bekannt ist, dass niemand etwas merken würde, wenn wir erst Freitag aktiv wären.

Wir wollten ein paar Fotos für den Blog (www.anthonyrobbins.de/blog) machen, der von Robin gepflegt wird (der mich auch kontaktiert hatte, weil er etwas beitragen wollte), aber meine Kamera war gestohlen worden und Saris war bei seinem Vater zu Hause.

Jetzt war es Freitagnachmittag, wir wollten gerade mit dem Auto die Kamera holen, als der Wagen nicht ansprang (Batterie leer). Das war das erste Mal, dass mir das passierte mit diesem Auto, ich konnte es nicht glauben. Also mussten wir den Pannendienst rufen um das Auto zu starten.

Nach dem Überbrücken soll man eine Stunde fahren, aber mein Benzintank war so gut wie leer. Sari war viel relaxter als ich und kalkulierte, dass wir es ohne Probleme zu Eva´s Haltestelle  schaffen würden, wo wir die Körbe abliefern wollten, mit dem Benzin, das wir noch hatten.

Wir kamen auf die Autobahn, wo sofort immenser Verkehr war – ich brach in Panik aus. Eine leere Batterie war eine Sache, aber auf der Autobahn liegen zu bleiben wegen einem leeren Benzintank, war einfach zu viel für einen Freitagnachmittag.

Ich schlug vor, die Autobahn zu verlassen um zu tanken, dann wären wir wenigsten an der Tankstelle, wo wir Hilfe bekommen könnten, falls die Batterie nochmal absterben würde.

Wir tankten und die Batterie funktionierte und wir fuhren wieder auf die Autobahn und hatten Zeit zu reden, wegen dem Verkehr. Sari befürchtete sie würden ihn nicht in das Frauenhaus hereinlassen, da er ein Mann ist. Darüber hatte ich nicht nachgedacht, einfach weil dazu keine Zeit war, seit wir uns das erste Mal getroffen hatten. Jetzt war es zu spät den Plan nochmal zu ändern und wir entschieden uns, dass ich herein gehen und die Körbe ausliefern würde.

Wir kauften Essen und stellten sicher, dass wir Dinge auswählten, von denen eine Menge Menschen profitieren würden. Als wir ankamen, fanden wir einen netten Passanten, der ein Bild von uns machte. Sari hatte Recht, es gab keine Möglichkeit für ihn hineinzukommen. Einige Frauen, die vor der Tür standen, verschwanden sofort, als sie ihn sahen.

Also brachte ich die Körbe rein, erklärte kurz das Konzept von Thanksgiving und den Zweck der „Basket Brigade“. Interessanterweise antwortete die Frau: „War Thanksginging nicht gestern?“.

Es war nicht sehr spektakulär. Ich sprach nicht wirklich mit einer der Frauen, die dort waren. Wir waren einfach glücklich, dass wir es geschafft hatten. Unsere Aktion war in keiner Art gut geplant oder organisiert – der arme Sari musste draußen warten – aber wir haben es gemacht!“

Kompliment von uns an Aviva und Sari, TOLL, ihr beiden habt den Mut gehabt und euch die Zeit genommen, etwas zu tun! Der Anfang ist gemacht.

Wir würden uns freuen, wenn im nächsten Jahr noch mehr Menschen in Deutschland an der „Basket Brigade“ teilnehmen würden.

Möchten Sie auch Hilfe leisten? Oder haben Sie schon mal eine ähnliche Aktion gestartet? Berichten Sie uns von Ihren Erlebnissen, indem Sie hier unten einen Kommentar zu diesem Artikel schreiben und nehmen Sie über unser Forum mit Aviva und anderen Kontakt auf!

„Jeder hat das Bedürfnis etwas beizutragen. Das ist einer der sechs menschlichen Grundbedürfnisse. Wenn du aus deinem Herzen gibst, kommt es zehnfach zu dir zurück.“ Anthony Robbins

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